Von Redaktion am 9.11.2009
Grenzenlose Kommunikation
Unmittelbar nach der Wiedervereinigung investierte die Deutsche Telekom rund 25 Milliarden Euro in die Modernisierung der Infrastruktur im Osten.
In einem beispiellosen Aufbauprogramm erhielten die neuen Bundesländer das modernste Telekommunikationsnetz der Welt. In sieben Jahren ersetzte die Telekom die marode Telekommunikations-Infrastruktur der ehemaligen DDR durch ein digitales Kommunikationsnetz.
Eine der größten Herausforderungen war der Ausbau der ostdeutschen Ortsnetze: 3.533 Landgemeinden und Dörfer bis 2.500 Einwohner hatten zu DDR-Zeiten keine öffentliche Telefonzelle. Am 1. Januar 1990 zählte man genau 1.826.190 Telefonanschlüsse, mehr als 1,2 Millionen Anträge auf Telefone sowie Wartezeiten von 20 Jahren und länger. Zwar verfügte in Ostberlin nahezu jede zweite Wohnung über ein Telefon, doch in Dresden, Rostock oder Suhl gab es nicht einmal 13 Telefone pro 100 Wohnungen. 80 Prozent der Anschlüsse waren zudem Zweier- oder Gemeinschaftsanschlüsse. Manchmal dauerte es bis zu zehn Stunden, bis eine Verbindung zustande kam – und dann war die Gesprächsdauer begrenzt.
Aufbauprogramm “Telekom 2000″
Für das Zusammenwachsen beider deutscher Staaten war man auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen: Abgeordnete in West und Ost mussten miteinander kommunizieren können, Geschäftsleute brauchten Möglichkeiten, sich schnell abzustimmen. Schließlich sollte das geeinte Deutschland auch im globalen Wettbewerb bestehen können. Im März 1990 gab die Telekom den Startschuss für das Aufbauprogramm “Telekom 2000″. Bis Ende 1997 flossen umgerechnet 25 Milliarden Euro in die Sanierung der maroden Telekommunikationsstruktur.
1997 waren zehn Millionen Kilometer Kupferdoppelader und 140.000 Kilometer Glasfaser verlegt, dazu 1.500 Ortsnetze mit 2.700 Anschlussbereichen ausgebaut. Die Hälfte der Bürger in den fünf neuen Bundesländern hatten nun einen Telefonanschluss und es lagen nur noch 100.000 Aufträge vor. Die Mobilfunknetze waren komplett erschlossen, die Mobiltelefon-Anschlüsse von Null in 1990 auf fast eine Million gestiegen, ISDN-Kanäle von Null auf 1,16 Millionen, Kabelanschlüsse von Null auf 3,2 Millionen angeschlossene und 4,6 Millionen anschließbare Haushalte.
Weltumspannende Kommunikation
Nur ein Jahr nach dem Mauerfall legte der Informatiker Tim Berners-Lee am europäischen Kernforschungszentrum CERN mit dem World Wide Web (www) den Grundstein für grenzenlose, weltumspannende Kommunikation. Die nach der Wende in den neuen Ländern errichteten Telekommunikationsnetze sind die Basis für die heutigen hochmodernen Breitbandnetze, die nicht nur klassische Telefondienste ermöglichen, sondern auch multimediale Anwendungen wie mobiles Internet oder Internet-TV.
Quelle Text und Bilder: Deutsche Telekom
There are currently no comments highlighted.























Letzte Kommentare