Von Redaktion am 28.01.2010
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Nur noch jeden Zweiten stören öffentliche Telefonate
Bundesbürger tolerant gegenüber mitteilungsbedürftigen Mitmenschen
Telefonierte jemand vor fünfzehn Jahren in aller Öffentlichkeit mit dem Handy, so war dies eher eine Ausnahme. Ein telefonierender Handybesitzer in einer Fußgängerzone galt als etwas besonderes. Heute hingegen ist – statistisch gesehen – jeder Deutsche im Besitz eines Mobiltelefons. Und damit (fast) immer und überall erreichbar. Öffentliche Handytelefonate lösen keine Debatten aus, sie prägen inzwischen das Bild in vielen deutschen Innenstädten.
Doch es gibt Unterschiede, wie eine repräsentative Kurzumfrage der Mobilfunkmarke BASE (E-Plus Gruppe) zeigt: Während drei von vier Bürgern (74,6 Prozent) hemmungslos im Supermarkt oder auf der Straße telefonieren wenn andere zuhören, stört sich umgekehrt fast jeder zweite (47,1 Prozent) daran. Sind die Deutschen also nicht konsequent?
Laute Klingeltöne dagegen scheinen normal zu sein: Nur jeder Dritte versetzt sein Handy in der Öffentlichkeit in den Lautlos-Modus, um Mitmenschen in der näheren Umgebung nicht zu belästigen.
Apropos lautlos: Mobiltelefone im Kino, im Theater oder in der Oper leise zu stellen oder abzuschalten, hat sich rumgesprochen. Immerhin 65 Prozent halten laute Klingeltöne während einer Vorstellung für sehr störend und schalten deshalb den mobilen Begleiter gleich zu Beginn stumm. In Cafés und Restaraunts gilt: wer sein Handy auf den Tisch legt und von Zeit zu Zeit aufs Display schielt, signalisiert dem Gesprächspartner mehr als deutlich dessen Stellenwert. Für drei von fünf Personen steht das persönliche Gespräch im Restaurant daher an erster Stelle – sie lassen das Handy gleich in der Tasche und widmen stets der Person am Tisch die größte Aufmerksamkeit. (Quelle: E-Plus-Gruppe)
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