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Vodafone steigt zum kundenstärksten deutschen DSL-Anbieter hinter der Telekom auf: DSLWEB Marktreport zum 4. Quartal 2009 veröffentlicht

Die Zahl der bei den sechs größten deutschen DSL Anbietern geschalteten Anschlüsse stieg im 4. Quartal um 170.000 auf rund 2,45 Millionen.

Mit jeweils über 100.000 DSL-Neukunden gehen die Telekom und Vodafone als die eindeutigen Gewinner aus dem 4. Quartal 2009 hervor. 1&1 hingegen kann weniger ehemalige Freenet-Verträge übernehmen als gehofft und muss seine DSL-Kundenzahl deutlich nach unten korrigieren. Telecom Italia besiegelt den Verkauf ihrer deutschen Tochter HanseNet (Alice) an den spanischen Telefónica-Konzern.

Der aktuelle Marktreport findet sich unter www.dslweb.de/dsl-marktuebersicht.php

Nachdem T-Home im 3. Quartal außergewöhnlich viele Anschlussverluste zu kompensie-ren hatte und so unterm Strich nur auf 72.000 zusätzliche DSL Verträge kam, verlor der Marktführer im 4. Quartal 2009 so wenig Anschlüsse an die Konkurrenz wie zuletzt 2004. Damit schnellte auch die Zahl der Netto-Neukunden in die Höhe: Insgesamt konnte T-Home für das Q4 ein Plus von 176.000 DSL-Kunden verbuchen. Die Telekom stellt somit inzwischen rund 11,48 Millionen DSL Anschlüsse in Deutschland bereit.

Neue Nummer Zwei: Vodafone überholt 1&1

Nach der Übernahme der DSL-Sparte von Freenet war 1&1 davon ausgegangen, bis zum Jahresende etwa 700.000 ehemalige Freenet-Verträge in das eigene  Kundenportfolio überführen zu können. Diese Prognose hat sich jedoch nicht bestätigt, stattdessen brach-te die Akquise der United Internet-Tochter lediglich 580.000 zusätzliche Kunden ein. Mit 3,31 Millionen DSL-Verträgen konnte 1&1 so rund 130.000 weniger aktive Anschlüsse ausweisen als noch im Quartal zuvor.
Dem gegenüber stehen anhaltend starke Kundenzuwächse bei Vodafone: Nach einem erneuten Plus von 131.000 DSL-Anschlüssen betrug die Gesamtzahl der Vodafone DSL-Kunden zum 31. Dezember 2009 bereits mehr als 3,4 Millionen. Damit hat es Vodafone geschafft, 1&1 erneut als kundenstärkster DSL-Anbieter hinter der Deutschen Telekom abzulösen – diesen Platz hatte sich 1&1 zuletzt durch die Freenet-Akquise zurückerobert.

Grünes Licht für HanseNet-Übernahme

Bereits im April 2009 hatte die Telecom Italia seine deutsche Tochter HanseNet offiziell zum Verkauf angeboten. Für 900 Millionen Euro erhielt im Dezember letztlich die Spani-sche Telefónica den Zuschlag. Im Februar wurde die Übernahme von der EU-Kommission abgesegnet. Die Marke Alice, unter der HanseNet seine DSL-Produkte an-bietet, soll vorerst bestehen bleiben. Es ist jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen HanseNet und Telefónica o2 Deutschland geplant. Schon jetzt werden in den o2 Ladenlo-kalen auch die Alice DSL-Angebote vermarktet.

Das DSL-Neukundengeschäft von o2 selbst hat sich im Vergleich zum 3. Quartal 2009 noch einmal merklich abgeschwächt. Konnte der Anbieter im Quartal zuvor noch 19.000 neue DSL-Verträge verbuchen, kamen im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember lediglich 12.750 Festnetz-Kunden hinzu. Für Alice liegen im Zuge der Übernahme noch keine aktuellen Kundenzahlen für das 4. Quartal vor.

Kabelnetzbetreiber rüsten auf

Die Internet-Produkte der drei großen deutschen Kabelnetzbetreiber gewinnen weiter an Beliebtheit: Im 4. Quartal konnten Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW zusam-men rund 127.000 zusätzliche Internet-Anschlüsse schalten. Zusammen bringen sie es mittlerweile auf knapp über 2 Millionen Kabel Internet-Kunden. Durch die laufende Um-stellung der Kabelnetze auf den neuen Standard DOCSIS 3.0, mit dem aktuell bereits Übertragungs-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Mbit/s realisiert werden können, sichern sich die Kabelnetzbetreiber einen echten Wettbewerbsvorteil. Die Deutsche Telekom und 1&1 haben deshalb bereits die Öffnung der Kabelnetze durch die Bundesnetzagentur nach dem Vorbild des klassischen Festnetzes gefordert. Matthias Kürth, der Präsident der Bundesnetzagentur, wiegelt jedoch ab: Eine solche Regulierung müsse immer an eine marktbeherrschenden Stellung anknüpfen, die für die Kabel Internet-Anbieter mit einem Marktanteil von etwa 10 Prozent schlicht nicht gegeben sei.

Weiterführende Informationen und Bildmaterial

Seit Beginn 2007 begleitet DSLWEB die Entwicklungen auf dem deutschen Breitband-Markt regelmäßig mit ausführlichen Analysen. Der DSLWEB Marktreport zum 4. Quartal 2009 präsentiert aktuelle Kundenzahlen, zeigt Trends auf und beleuchtet die Hintergründe des derzeitigen Marktgeschehens.

Die vollständige Version des DSLWEB Marktreports findet sich unter folgender Adresse: www.dslweb.de/dsl-marktuebersicht.php. Hier können auch die DSLWEB Marktübersichten zu den vergangenen Quartalen seit Anfang 2007 abgerufen werden.

(Quelle Text und Bilder: DSLWeb)

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Kategorie: DSL, mobiles Internet, Mobiltelefon

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One Response

  1. Handys sagt:

    Vodafone hat mit seinem Onlineangebot auch ein riesiges Sparpotential, worüber sich viele Kunden natürlich freuen.

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