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Mobilfunk und mobiles Internet

Etwa jeder vierte Internetnutzer surft mobil

  • Männer nutzen häufiger Notebooks, Frauen liegen bei Internet-Handys vorne
  • Extreme Unterschiede zwischen Altersgruppen
  • 2010 werden mehr als 20 Millionen mobile Internet-Geräte verkauft

Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs das Internet. Jeder fünfte Nutzer geht mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. „Das mobile Web ist der Wachstumsmotor für die Telekommunikations- und Internetbranche“, sagt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.

Männer nutzen häufiger mobile Computer als Frauen. Jeder vierte Mann surft auf Reisen mit einem Laptop oder Netbook im Internet, aber nur 15 Prozent der Frauen. Dafür liegen weibliche Internetnutzer bei Smartphones leicht vorne. Elf Prozent von ihnen gehen mit den internetfähigen Handys online, gegenüber neun Prozent der Männer. Dabei gibt es zwischen den Altersgruppen extreme Unterschiede. So geht bereits jeder Sechste unter 30 Jahren mit dem Handy ins Netz, wohingegen die Über-65-Jährigen das Handy fast ausschließlich zum Telefonieren oder für andere traditionelle Anwendungen wie SMS nutzen.

Gründe für den mobilen Internet-Boom sind die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Netbooks, sinkende Datentarife und bessere mobile Breitbandverfügbarkeit. Nach BITKOM-Berechnungen werden dieses Jahr in Deutschland mehr als 20 Millionen mobile Internet-Endgeräte verkauft: 9,7 Millionen mobile Computer, 8,2 Millionen Smartphones und voraussichtlich mehr als 2 Millionen E-Books. „Die Grenze zwischen Smartphones und Notebooks verwischt dabei zusehends, etwa durch Endgeräte wie E-Books und Tablet-PCs“, so Scheer. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt voraussichtlich um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Schon jetzt liegt er deutlich höher als die Erlöse mit SMS und MMS zusammen. (Quelle: Bitkom)

Musik-Downloads für Handys werden preiswerter

  • Durchschnittspreis für ganze Musikstücke sinkt auf 1,17 Euro
  • Preisdruck lässt Download-Markt für Handys schrumpfen
  • Auch Klingeltöne rückläufig, PC-Downloads boomen

Ganze Musikstücke sind als Download fürs Handy so günstig wie nie zuvor: Der Durchschnittspreis für einzelne Songs ist im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 1,17 Euro gesunken, gab der Hightech-Verband BITKOM bekannt. Im Jahr 2008 lag er noch bei 1,33 Euro. Der typische Preis für Einzelsongs als Handy-Download könnte schon bald unter einem Euro liegen. Der Preisdruck im Markt ließ die Umsätze der Anbieter erstmals sinken. Im vergangenen Jahr wurden mit Handy-Songs in Originallänge sieben Millionen Euro eingenommen, ein Fünftel weniger als 2008. Rund 6 Millionen Songs laden die Deutschen jährlich auf ihre Mobiltelefone. Basis der Angaben ist eine Erhebung der GfK-Panel-Services für den BITKOM.

Auch der Markt für Klingeltöne ist rückläufig. Er ging im Jahr 2009 um 29 Prozent zurück. Mit einem Volumen von 27 Millionen Euro ist er allerdings nach wie vor deutlich größer als der Markt für komplette Song-Downloads auf Handys. Insgesamt 11 Millionen Mal haben sich die Deutschen im vergangenen Jahr Klingeltöne auf ihre Mobiltelefone geladen.

Demgegenüber boomen Musik-Downloads auf PCs. 2009 wurden in Deutschland Songs und Musikalben im Wert von 112 Millionen Euro auf PCs geladen – 40 Prozent mehr als im Vorjahr. (Quelle: Bitkom)

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